Information der Gemeinde Fuldabrück zum Neubau Autobahnbrücke Bergshausen

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Administrator

Letzte Veränderungen: 

29.10.2014

Am 15. Dezember 2011 fand wegen des 6-streifigen Ausbaues der A 44 mit dem damit verbundenen Neubau der Bergshäuser Brücke ein Scoping-Termin (Definition von Aufgaben- und Untersuchungsumfängen in Planungsprozessen) nach § 5 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) beim Amt für Straßen- und Verkehrswesen (neu: Hessen Mobil – Straßen- und Verkehrsmanagement) statt.

Während dieses Termins wurde von der Pöyry Infra GmbH, Fulda, eine im Auftrag von Hessen Mobil in Auftrag gegebenen Raumanalyse vorgestellt. Dabei wurden neben der bestehenden Trasse (Variante 1) auch zwei Alternativtrassen (Varianten 2 und 3) in die Untersuchungen mit einbezogen werden.

Die Gutachter empfehlen aufgrund des mit einer neuen Trasse verbundenen Flächenverbrauchs in äußerst sensiblen Bereichen von einer Neubautrasse über das Fuldatal abzusehen. Unbestritten ist aber auch, dass die Verfolgung einer Ausbauvariante in bestehender Trassenführung zu Beeinträchtigungen in einem für das Schutzgut Mensch sehr sensiblen Raum führen wird.

In der Sitzung der Gemeindevertretung am 9. Februar 2012 hat die Gemeindevertretung dazu folgenden einstimmigen Beschluss (in Fettdruck) gefasst:

Der Gemeindevorstand wird beauftragt, sich dafür einzusetzen, dass im Rahmen des Verfahrens grundsätzlich die Notwendigkeit der Verbindung zwischen dem Autobahndreieck Kassel Süd und dem Autobahnkreuz Kassel West geprüft wird.

Ziel dieser Überprüfung könnte sein, den Verkehr ab dem Autobahnkreuz Kassel-West über die A 49 Richtung A 7 zu leiten. Hierzu müsste ggf. die A 49 ausgebaut werden, welches sowieso notwendig wäre, wenn die A 49 an die A 5 angeschlossen werden soll.

Sollte die Überprüfung aber ergeben, dass die Verbindung zwischen den Autobahndreieck Kassel Süd und dem Autobahnkreuz Kassel West notwendig ist, wird der Gemeindevorstand beauftragt, sich für die Variante 2 (grün in dem Übersichtsplan) beim Neubau der Autobahnbrücke in Fuldabrück-Bergshausen einzusetzen.

Diese Variante führt südlich der Bebauung an der Ortslage von Bergshausen vorbei und beeinträchtigt auch nicht den sensiblen Bereich "Malereck", wie die Variante 3. Selbstverständlich müssen die einzelnen Untersuchungen und Berechnungen, hier insbesondere Lärm, nachweisen, unter welcher Variante die Bevölkerung von Belastungen verschont bleibt, bzw. am wenigsten beeinträchtigt wird.

Es ist unstrittig, dass erst nach erschöpfender Variantenwahl und nach Vorliegen aller Untersuchungen eine abschließende Entscheidung über die beste Variante getroffen werden kann. Alle Ergebnisse der Prüfungen, Untersuchungen und Berechnungen müssen einschließlich der Abwägungsvorgänge der Öffentlichkeit vorgelegt werden.

Es wurde weiterhin beschlossen, dass die Ergebnisse der Umweltprüfung der Gemeindevertretung und danach der Bürgerschaft in einer Bürgerversammlung vorgestellt werden sollen.

Nachstehend können Sie sich anhand des Übersichtsplan und des von der Gemeinde bearbeiteten Luftbildes über die drei untersuchten Varianten informieren.

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